Eine Frau bedient über eine Tastatur und Bildschirm eine Produktionsanlage

Referenz

Entwicklung eines Produkt-Entstehungsprozesses

Wenn ein früher gut funktionierender Produkt-Enstehungsprozesse nicht mehr praktisch eingehalten wird, muss man ihn hinterfragen - und reagieren. Das taten wir gemeinsam mit unserem Kunden Themben Smart Energy und modernisierten den Prozess so, dass er den aktuellen Anforderungen entspricht und von den Mitarbeitenden angenommen wird.

Kunde

Theben Smart Energy

Branche

Elektroindustrie

Wer ist unser Kunde?

Die Theben Smart Energy GmbH sowie ihre Mutterfirma Theben AG entwickeln Produkte für Hausautomation, Energiemanagement und intelligente Messsysteme – von klassischen Zeitschaltuhren bis hin zu komplexen Smart-Meter-Gateways. Die Produktentwicklung ist geprägt durch das Zusammenspiel von Software, Elektronik und Mechanik.

Mit welcher Fragestellung ist der Kunde zu uns gekommen?

Bei Theben gab es einen dokumentierten Produkt-Entstehungsprozess. Dieser wurde den praktischen Anforderungen der Entwicklung jedoch nicht ausreichend gerecht und wurde deshalb im Projektalltag nicht konsequent umgesetzt. Er war außerdem nicht auf die veränderten Rahmenbedingungen, insbesondere den gestiegenen Stellenwert der Software in den Produkten, abgestimmt. 

Das Ziel von Theben war es deshalb, ihren bisherigen Produkt-Entstehungsprozess so weiterzuentwickeln, dass die zunehmende Bedeutung der Software als Innovationstreiber berücksichtigt wird. Dabei sollten die spezifischen Anforderungen von Elektronik- und Mechanik-Entwicklung konsequent berücksichtigt werden, denn diese sind im Gegensatz zur Softwareentwicklung nur begrenzt agil bzw. klassisch gestaltbar.

Wie sind wir vorgegangen?

Das Projekt folgte einem iterativen und stark praxisorientierten Vorgehen. In einem ersten Schritt analysierten wir gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitenden den bestehenden Prozess der Produktentstehung – von der Ideenfindung bis zur Vorserie. Dabei betrachteten wir bestehende Abläufe, Rollen, Entscheidungswege und Schnittstellen zwischen der Software-, Elektronik- und Mechanik-Entwicklung systematisch.

In einer Reihe moderierter Workshops entwickelten wir ein gemeinsames Zielbild für einen modernen Produkt-Entstehungsprozess. Bestehende Prozessschritte wurden hinterfragt, vereinfacht und neu strukturiert. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Integration agiler Vorgehensweisen in der Softwareentwicklung, ohne die Anforderungen der Elektronik- und Mechanik-Entwicklung aus dem Blick zu verlieren.

Anschließend wurde das neue Vorgehensmodell gemeinsam mit den Beteiligten ausgearbeitet, dokumentiert und für die praktische Anwendung vorbereitet. Die Einführung begleiteten wir durch Schulungen, Workshops und die direkte Unterstützung der Teams im Projektalltag. Dadurch konnte der neue Prozess nicht nur definiert, sondern schrittweise erprobt, optimiert und nachhaltig im Unternehmen verankert werden.

Welchen Herausforderungen sind wir im Projektverlauf begegnet?

Die zentrale Herausforderung bestand darin, die unterschiedlichen Entwicklungslogiken von Software, Elektronik und Mechanik in einem gemeinsamen Produkt-Entstehungsprozess zu vereinen: die schnelle, iterative Softwareentwicklung auf der einen Seite und die stärker meilensteinorientierte Elektronik- und Mechanik-Entwicklung auf der anderen. Ein einheitliches Vorgehensmodell musste beiden Welten gleichermaßen gerecht werden. Gleichzeitig galt es, einen Prozess zu schaffen, der nicht nur dokumentiert, sondern auch von den Mitarbeitenden akzeptiert und im Alltag gelebt wird.

Indem wir konsequent die Fachbereiche eingebunden und gemeinsame Übergabepunkte, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsmechanismen definiert haben, entstand ein praxistaugliches Vorgehensmodell. Mit Schulungen und einer aktiven Begleitung bei der Einführung sorgten wir dafür, dass der neue Prozess nachhaltig im Unternehmen verankert wurde.

Wie sieht die von uns geschaffene Lösung aus?

Der Kunde verfügt heute über einen dokumentierten und gelebten Produkt-Entstehungsprozess. Der neue Prozess ist praxistauglich, wird innerhalb der Theben-Gruppe für unterschiedliche Produktarten eingesetzt und ist akzeptiert. Damit wurde eine stabile Grundlage geschaffen, um zukünftige Produkte effizient, koordiniert und marktorientiert zu entwickeln.

Eingesetzte Methoden (Auswahl)

  • Prozessanalyse und Prozessmodellierung
  • Workshop-basierte Prozessentwicklung
  • Hybride Produktentstehungsmodelle (Software, Elektronik, Mechanik)

Ihr Ansprechpartner für dieses Projekt

Heiko Müller

Heiko Müller

Beratung Digitalisierung

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