Im Hintergrund ist ein Bildschirm voller Daten und Algorithmen. Im Vordergrund erkennt man eine Brille.

Referenz

Kontinuierliche Weiterentwicklung einer zentralen Plattform für Gas-Kapazitätsmanagement

Die HEC entwickelte vor 15 Jahren eine zentrale Plattform für Gas-Kapazitätsmanagement für unseren Kunden. Dass sie auch heute noch allen modernen Anforderungen entspricht ist das Ergebnis einer guten, partnerschaftlichen Weiterentwicklung.

Branche

Energiewirtschaft

Lösungen

Plattform zur Verwaltung und Vermarktung von Transportkapazitäten eines Gasnetzes

Projektteam

5 - 15 Mitarbeitende, je nach Erfordernissen

Wer ist unser Kunde?

Unser Kunde zählt zu den größten Gasnetzbetreibern und Erdgastransporteuren Deutschlands. Mit einem Leitungsnetz von mehr als 12.000 Kilometern und rund 1.700 Mitarbeitenden übernimmt er eine zentrale Rolle für den sicheren und zuverlässigen Transport von Erdgas in Deutschland.

Was war die Ausgangssituation?

Vor mehr als 15 Jahren hatte unser Kunde die Anforderung, die vermarktbaren Transportkapazitäten des Netzes in einer zentralen Anwendung abzubilden und die zugehörigen Geschäftsprozesse weitgehend zu automatisieren. Die HEC begleitet seitdem den gesamten Entwicklungsprozess – von der Anforderungsanalyse über die Softwareentwicklung bis zur Qualitätssicherung und fachlichen Abnahme.  

Zu den zentralen Funktionen der entwickelten Anwendung gehören die Verwaltung der Netzpunkt-Stammdaten, die Berechnung von Kapazitäten sowie die weitgehende Automatisierung der Vermarktungs- und Verwaltungsprozesse.

Wie sind wir bei der Modernisierung der Anwendung vorgegangen?

Seit Projektbeginn entwickeln wir die Anwendung kontinuierlich weiter und passen sie an neue fachliche, technische und regulatorische Anforderungen an. Gemeinsam mit dem Kunden werden Anforderungen strukturiert erhoben, priorisiert und iterativ umgesetzt. Dabei kommen unter anderem Story-Mapping-Methoden, KI-gestützte Entwicklungswerkzeuge, fachliche Testkonzepte sowie umfassende System- und Integrationstests zum Einsatz.

Neue Anforderungen werden gemeinsam strukturiert erhoben, priorisiert und dann iterativ umgesetzt.

Aus einer ursprünglich monolithischen Architektur entwickelten wir schrittweise eine moderne Anwendungslandschaft auf Basis mehrerer Spring-Boot-Applikationen mit zeitgemäßer Web-Oberfläche. Durch die Containerisierung der Anwendungen und den Betrieb in einer Docker-Umgebung schafften wir die Grundlage für einen stabilen, skalierbaren und zukunftsfähigen Betrieb.

Neben der technischen Weiterentwicklung der Anwendung unterstützen wir die Abstimmung mit verschiedenen Fachbereichen des Kunden sowie mit weiteren Transportnetzbetreibern und externen Dienstleistern. Das umfasst sowohl die fachliche Konzeption als auch die Priorisierung und Umsetzung neuer Anforderungen.

Je nach Projektphase hatte die HEC bis zu 15 Mitarbeitende aus Entwicklung, Qualitätssicherung und Anforderungsmanagement in dem Projekt im Einsatz. Aktuell wird das System von einem interdisziplinären Team aus fünf Spezialistinnen und Spezialisten betreut und weiterentwickelt. 

Wie hat sich die Zusammenarbeit mit dem Kunden entwickelt?

Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitenden des Kunden war schon immer wertschätzend und schon früh von Vertrauen geprägt. Durch die Umstellung auf die agile Arbeitsweise hat sich das aber noch einmal gesteigert:

Nach anfänglicher Skepsis wurden Probleme und Fehler offen im Team zu besprochen - zum Vorteil aller.

Auf der einen Seite werden Schwierigkeiten in der Softwareentwicklung durch die enge Zusammenarbeit jetzt für den Kunden sichtbar. Das war anfangs natürlich nicht immer einfach, doch der Ansatz, Probleme offen anzusprechen, hat gegenseitiges Verständnis geschaffen. 
Auf der anderen Seite hilft das agile Vorgehen dabei, die wirklichen Bedürfnisse des Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und somit diejenigen Funktionen priorisiert umzusetzen, die den höchsten Nutzwert bieten. Im Ergebnis profitiert das Projekt von einem Team, in dem sich Auftraggeber und Auftragnehmer gegenseitig unterstützen und ihre jeweiligen Stärken gemeinsam ausspielen können.

Welche Herausforderungen haben wir in den Jahren gemeistert?

Während der ersten Projektjahre haben wir noch auf Basis klassischer Pflichtenhefte entwickelt. Aufgrund umfangreicher regulatorischer Änderungen mussten wir uns jedoch sehr zeitnah eng mit weiteren Netzbetreibern abstimmen sowie neue Anforderungen umsetzen.

Um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen, haben wir gemeinsam mit dem Kunden ein agiles Vorgehensmodell nach Scrum etabliert. Dadurch konnten Entwicklung und fachliche Abstimmung parallel erfolgen, sodass wir frühzeitig erste Lösungen produktiv bereitstellen konnten, während wir einzelne Detailanforderungen schrittweise konkretisierten. So war es uns möglich die rechtlichen Anforderungen termingerecht umzusetzen.

Nach der erfolgreichen Einführung von Scrum haben wir das Vorgehensmodell im Laufe der Jahre weiterentwickelt. Heute werden die Anforderungen im Rahmen eines ticketbasierten Kanban-Prozesses gesteuert, der optimal auf die kontinuierliche Weiterentwicklung und den Betrieb der Anwendung zugeschnitten ist. 

Wie sieht die Lösung heute aus?

Es entstand eine leistungsfähige und hochzuverlässige Anwendung, die heute die zentrale Grundlage für die Verwaltung und Vermarktung sämtlicher vermarktbarer Transportkapazitäten des Gasnetzes bildet.

Dank der kontinuierlichen Weiterentwicklung konnte das System über einen Zeitraum von mehr als 15 Jahren erfolgreich an sich wandelnde fachliche, technische und regulatorische Anforderungen angepasst werden. Die hohe Qualität der Lösung wird regelmäßig durch unabhängige Security-Checks und Architektur-Reviews bestätigt.

Die langjährige Zusammenarbeit ist geprägt von hoher Kundenzufriedenheit, vertrauensvoller Partnerschaft und gemeinsamer Verantwortung für eine geschäftskritische Anwendung, deren Verfügbarkeit und Stabilität für die täglichen Geschäftsprozesse von zentraler Bedeutung sind.

Eingesetzte Methoden und Technologien

  • Agile Vorgehensweise, Anforderungsmanagement, Architektur, Qualitätssicherung, KI-gestützte Softwareentwicklung
  • Java, PrimeFaces, Spring Boot, REST, Hibernate, Docker, PostgreSQL
  • Gitlab CI/CD, DependencyTrack

Ihr Ansprechpartner für dieses Projekt

Martin Dolhs

Martin Dolhs

Beratung Digitalisierung

0421 20750 343 E-Mail senden

Martin Dolhs ist als Informationssicherheitsbeauftragter für die Umsetzung und Verbesserung des Informationssicherheitsmanagementsystems der HEC zuständig. Außerdem arbeitet er als (Proxy) Product Owner insbesondere in Projekten der kritischen Bereiche Gaswirtschaft und Public Services mit. Die besonderen Anforderungen dieser Branchen integriert der studierte Informatiker in die internen Prozesse der HEC, wodurch das Sicherheitsniveau auch für andere Kundenprojekte kontinuierlich verbessert wird.