Methoden und Wissen

Scrum Wissen 3 Sprint Review

11. September 2018 / Konstanze Wilschewski
HEC Postkarte Sprint Review

Der Scrum Master koor­­di­­niert die Einla­­dun­­gen zum Review. Dies kann in Zusam­­me­n­a­r­­beit mit dem Product Owner erfol­­gen, denn am Sprint Review können neben den Mitglie­­dern des Scrum Teams auch Stake­hol­­der teil­­neh­­men. So können sich diese ein Bild vom aktu­el­len Status des Produkts machen und Feed­­back dazu geben.

Der Product Owner und das Entwick­­lungs­­team stel­len das neue Produk­tin­­kre­­ment vor. Dazu gehö­ren alle Items, die im letz­ten Sprint komplett umge­­setzt wurden und somit den Status „done“ besit­­zen. Die Items haben das Quality Gate der Defi­­ni­tion of Done durch­­­schrit­ten und sind auslie­­fer­­bar. Für die Vors­tel­­lung des Produk­tin­­kre­­ments erar­­bei­tet das Entwick­­lungs­­team vorab ein Dreh­­buch. Dies enthält die Reihen­­­folge der vorzu­s­tel­len­­den Items sowie denje­­ni­­gen, der ein Item vorstellt. Dane­­ben werden die benö­tig­ten Test­um­­ge­­bun­­gen und Test­da­ten vorbe­rei­tet. Die Funk­ti­o­na­­li­tä­ten werden anhand der Akzep­tanz­­kri­te­rien vorge­­führt.

Es kann vorkom­­men, dass nicht alle Items im Sprint geschafft wurden. Um aus den Grün­­den dafür zu lernen, erläu­tert das Entwick­­lungs­­team entspre­chende Hinder­­nisse im Sprint. Dies macht natür­­lich auch Sinn, wenn alle Items geschafft wurden. Daraus kann gelernt werden, ob das Produkt so umge­­setzt werden kann, wie sich der Product Owner es vorstellt, oder ob weitere oder andere Aufga­­ben notwen­­dig sind, um das Produkt weiter­­zu­ent­wi­­ckeln. Das Product Back­log wird dement­spre­chend ange­passt.

Dane­­ben kann es sein, dass aus der Präsen­ta­tion des neuen Inkre­­ments Ideen ents­te­hen, die eben­falls im Product Back­log aufge­nom­­men werden. Die Produk­t­vi­­sion kann sich durch neue Erkennt­­nisse ändern.

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Trotz der sorg­­fäl­ti­­gen Vorbe­rei­tung und des genauen Ablaufs des Sprint Reviews, sollte dies stets zwan­g­­los und infor­­mell ablau­­fen. Es unter­­stützt die Trans­pa­renz und Kommu­­ni­­ka­tion zwischen Kunden und Entwick­­lern und sorgt für Feed­­back zwischen allen Betei­­lig­ten. Der Product Owner kann das Back­log verbes­­sern, die Stake­hol­­der lernen das neue Produkt kennen und die Entwick­­ler bekom­­men direkte Rück­­mel­­dung zu ihrer Arbeit und einen Über­­blick darüber, wie das Produkt weiter­ent­wi­­ckelt werden soll. Jeder Betei­­ligte hat somit einen Mecha­­nis­mus zur konti­­nu­ier­­li­chen Anpas­­sung der eige­­nen Planung.

 

Das Sprint Review findet am Ende eines Sprints statt. Ziel des Meetings ist es, zusam­men mit den Stake­hol­dern neue Ideen für die weitere Gestal­tung des Produkts zu gewin­nen. Dazu werden in der Regel bei einem vier­wö­chi­gen Sprint ca. vier Stun­den ange­setzt. Bei einem zwei­wö­chi­gen Sprint plant man zwei Stun­den ein.

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