Wer darf was? Delegieren leicht gemacht mit Delegation Poker

Was bedeutet eigentlich “Delegieren”? Delegieren ist das Übertragen von Handlungskompetenzen vom Delegierenden an einen Delegationsempfänger.

Und warum sollte man delegieren? Damit Entscheidungen da getroffen werden wo die höchste Kompetenz vorhanden ist (und nicht da wo die höchste Inkompetenz ist).

Ein Beispiel ist die Aufgabenaufteilung in einem Entwicklungsteam. Das Team hat (wenn es ein gutes Team ist) das tiefste Wissen darüber wer was wann machen kann und soll, z.B. um eine User Story umzusetzen. Dies bedeutet, dass es kontraproduktiv wäre, wenn z.B. ein Projektleiter die Aufgaben auf die einzelnen Teammitglieder verteilt – es sei denn er hat Wissen, welches die Teammitglieder selbst nicht besitzen. Im Sinne des Lernens wäre es im letzteren Fall sinnvoll dem Team das Wissen zu vermitteln und die Entscheidung trotzdem beim Team zu lassen. Dies bedeutet, dass das Team die Aufgabenaufteilung selbst organisiert, d.h. es erhält die entsprechende Handlungskompetenz.

Die Entscheidungs- Delegationsbereiche können hierbei von der Urlaubsplanung, über die Teamzusammensetzung bis hin zur Sicherstellung der Teamverrechenbarkeit reichen. Damit die Delegation gut funktioniert gibt es eine Praktik / Methode die sich Delegation Poker nennt und von Jürgen Appelo entwickelt wurde (siehe auch Management 3.0).

Wie das genau funktionert findet ihr im HEC Toolbook unter Delegation Poker

Verfasst von Frank Düsterbeck am 20. Juni 2017