Die fünf Faktoren erfolgreicher Teams

Teambuilding ist inzwischen fester Bestandteil strategischer Planung und Ausrichtungen von Unternehmen. Gut funktionierende Teams können einen deutlichen Wettbewerbsvorteil darstellen. Patrick Lencioni beschreibt in seinem Buch „The five dysfunctions of a Team“ ein hierachisches Modell mit fünf wesentlichen Erfolgsvoraussetzungen, die das effiziente Arbeiten von Teams beeinflussen. In der nachfolgenden Präsentation werden die einzelnen Ebenen nacheinander vorgestellt und miteinander in Verbindung gebracht. Ein Diagnosetool samt Fragenkatalog bietet anschließend dem Leser eine Vorlage, mögliche Probleme in den fünf Erfolgs- bzw. Dysfunktionsebenen zu ermitteln. Abschließend wird eine Brücke zur agilen Softwareentwicklung geschlagen.

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Folie 10 :

Siehe Backup: (Auch Horizontale Verhaltensanalyse)

Folie 12:

Einfaches Instrument in der ersten Stufe der Vertrauensbildung.

Es ist erstaunlich wie oft immer wieder festgestellt wird, wie wenig sich TMs untereinander kennen oder übereinander wissen!

Schon kleinste, private Informationen über jemand anderen können dazu führen, dass Mauern eingerissen und Brücken gebaut werden.

ACHTUNG: Nicht zu sensible private Themen wählen. Lieber erzählen lassen. Nicht zu konkrete Fragen stellen.

Folie 13:

Ursprüngliche Übung: Jedes TM erläutert, welche positiven und negativen Eigenschaften in Bezug auf die Arbeit und das Team es mitbringt.

ACHTUNG: Sich selber öffentlich vor einer Gruppe negativ darzustellen führt zu innerlichen Konflikten.    (Dissonanztheorien/ Spannungszuständen) siehe Backup.

Folie 18:

Siehe Backup: Horizontale Verhaltensanalyse

Folie 19:

“Bergarbeiter” des Konfliktes muss sich verbindlich erklären, den Konflikt solange zu führen (zu moderieren), bis eine Lösung für das Problem gefunden ist.

WICHTIG: Es handelt sich um einen Lernprozess. Die Situation muss öfters über mehrere Meetings wiederholt werden bis sich eine positive Veränderung abzeichnet.

Folie 20:

Modell identifiziert, welche-s Rollen/ Verhalten die einzelnen TMs in einem Konflikt annehmen.

Bestimmtheit kann auch mit Durchsetzungsvermögen beschrieben werden.

Es gibt kein richtiges oder falsches Verhalten. Jedes Sektorenverhalten kann für einen Konflikt Vorteile und Nachteile beinhalten. Es hängt von der Situation ab. Wichtig ist alleine die Erkenntnis für den TL, welche Sektoren im Konflikt bedient werden, um ggf. intervinieren/ gegensteuern zu können.

àMenschen sind in der Lage alle fünf Verhaltensweisen anzuwenden. Allerdings wird beobachtet, dass Menschen dazu neigen sich auf eine der Verhaltensweisen besonders zu konzentrieren.

Folie 21:

Konkurrieren:

Machtorientierter Modus

Versuch „zu gewinnen“/ eigenen Standpunkt zu verteidigen.

„Wer die Macht hat, hat Recht“. (etablierte Redewendung)

Zusammenarbeit:

Tiefgehende Auseinandersetzung mit dem Problem, um Lösung für Anliegen beider Personen zu finden.

Voneinander Lernen (Schätzen der anderen Meinung/ Person).

Vermeidung eines drohenden Ressourcenkampfes (Risikoabschätzung).

„Zwei Köpfe sind besser als einer“ (etablierte Redewendung)

Folie 22:

Kompromisse eingehen:

Zugeständnisse werden gemacht.

Eigene Anliegen sind nur zum Teil befriedigt.

„Sich auf halben Weg entgegenkommen“. (etablierte Redewendung)

Vermeiden:

Diplomatische Umgehung eines Problems.

Verschieben von Problemen.

Rückzug aus bedrohlicher Situation.

„Etwas auf sich beruhen lassen“. (etablierte Redewendung)

Folie 23:

Entgegenkommen:

Gengenteil von konkurrieren.

Eigenes Anliegen wird vernachlässigt – Selbstaufopferung.

„Töte deine Feinde mit Freundlichkeit“. (etablierte Redewendung)

Folie 24:

Sozialpsychologischer Begriff der „Helikoptereltern“: Eltern kreisen wie Beobachtungshubschrauber über ihren Kindern in der ständigen Bereitschaft einzugreifen. à Gefahr der Überbehütung

Folie 28:

Eventualitäten:

Teams, die generell Probleme damit haben verbindliche Entscheidungen zu treffen, tun sich umso schwerer damit, Entscheidungen in undurchsichtigen Situationen zu treffen. Das Worstcase Scenario hilft bei der Entscheidungsfindung insofern, dass ein möglicher Entscheidungsmisserfolg bewertbar und überschaubar bleibt.

„Low Risk“- Situationen:

Viele Entscheidungen werden aufgrund von Analysedaten getroffen. Das ist zwar richtig- aber bei einfachen Fragestellungen mit geringem Risiko kann auch schneller eine Entscheidung getroffen werden ohne zeitaufwendige Datenerhebungen vorzunehmen.

Folie 29:

Zum 2. Punkt : Es sollte nicht auf Krampf ein Konflikt künstlich aufrechterhalten werden. Irgendwann ist eine Konsensbildung auch erforderlich und positiv.

Folie 35:

Der Übergang sollte sukzessiv gestaltet werden, da die Gefahr besteht, dass sich am Ende niemand mehr für etwas verantwortlich fühlt. TL gibt Verantwortung ab und fühlt sich nicht mehr verantwortlich. TMs halten aus Gewohnheit aber TL  immer noch für verantwortlich -> Verantwortungsvakuum entsteht.

Folie 38:

Eigener Erfolg hängt von der Performance des Gesamtteams ab. Motivation, Leistungs- und Hilfsbereitschaft steigt, da eigenes Selbstbild Gefahr läuft ins Ungleichgewicht zu geraten. (Siehe Backup)

Folie 55:

Die Adaption ist nicht Teil des Buches. Allerdings ist agiles Management wie beispielsweise Scrum eine Möglichkeit, die fünf Ebenen zu bedienen bzw. Lösungsansätze anzubieten.

Folie 60:

Jedes Team sollte das Plakat für sich möglichst vollständig ausfüllen.

Ergänzend zur Theorie können in den Feldern „In unserem Team“ auch eigene Maßstäbe für die jeweilige Dimension vom Team entwickelt werden!

Folie 63:

Beispiel 1:

Ich brauche 20 Euro

Sachebene: Kannst Du mir bitte 20 Euro leihen?

Selbstkundgabe: Mir fehlen 20 Euro, ich brauche das Geld von Dir.

Beziehungshinweis: Wir sind ja gute Freunde, deshalb frage ich dich nach dem Geld, Du bekommst es selbstverständlich zurück.

Appell: Gib mir 20 Euro.

Beispiel 2:

Sachebene: Die Ampel hat tatsächlich auf grün geschaltet.

Selbstkundgabe: Ich bin ungeduldig und möchte, dass Du meine Zeit nicht unnütz vertust.

Beziehungshinweis: Muss ich mich schon wieder um Dich kümmern. Immer benötigst du meine Hilfe, wenn ich mit Dir gemeinsam im Auto fahre.

Appell: Trödle nicht – fahr endlich los – gib Gas.

Folie 65:

  • Die horizontale Verhaltensanalyse ist ein Erklärungsansatz wie Verhalten im allgemeinen entsteht.
  • Für Teamleiter, Scrum Master und Moderatoren kann der Bewertungsbogen eine Hilfestellung sein, Verhaltenstendenzen der Teammitglieder zu erfassen und einzuordnen.
  • Die fünf Dysfunctions haben viel mit Fehlverhalten der Teammitglieder zu tun. Z.B. Konfliktvermeidungsstrategien.
  • Bildet eine gute Grundlage für Desensibilisierungsstrategien. (z.B. das Erlernen Konflikte auszuhalten/ zu Ende zu führen)
Verfasst von Christopher Klatt am 2. März 2017