Der Ablauf des Sprint Plannings

Im Sprint Planning treffen sich Produkt Owner, Scrum Master und das Entwicklerteam zu Beginn eines jeden Sprints, um diesen zu planen. Das Meeting wird in zwei Teile untergliedert.

1. Was kann in diesem Sprint fertiggestellt werden?

Im ersten Schritt wird festgelegt, welche Items im Sprint fertiggestellt werden sollen. Hierzu ist es wichtig, ausreichend Informationen über das Product Backlog, den aktuellen Entwicklungsstand des Produktes, die bisherige Durchlaufgeschwindigkeit der Items (Velocity) und die zur Verfügung stehenden Arbeitsstunden der Entwickler für den nächsten Sprint zu haben.

Der Product Owner stellt zuerst seine Sprintvision und die Items vor, die er umgesetzt haben möchte. Diese Items befinden sich an oberster Stelle des Product Backlogs und sind nach Wichtigkeit sortiert. Sofern nicht schon im Vorfeld getan, erklärt er zu jedem Item die Hintergründe und fachlichen Anforderungen. Das Entwicklerteam stellt dazu Fragen, um ein gemeinsames Verständnis über die Items zu erlangen. Der Scrum Master achtet dabei darauf, dass zu tiefgehende technische Details zunächst ausgeklammert werden. Ist ein gemeinsames Verständnis über die Items hergestellt worden, überprüft das Team, ob die Komplexität des jeweiligen Items richtig eingeschätzt wurde. Ist das nicht der Fall, muss das Item neu bewertet werden.

Items, die in das Sprint Backlog wandern, müssen den Status „ready“ besitzen. Dieser bedeutet, dass die Items für die Entwicklung ausreichend definiert sind. Das Entwicklungsteam füllt das Sprint Backlog so auf, dass es das Gefühl hat, für den nächsten Sprint ausgelastet zu sein.

Zum Abschluss des ersten Teils des Plannings formuliert das gesamte Team gemeinsam ein Sprintziel, an welchem sich das Entwicklungsteam ausrichtet, wenn es im Sprint Hindernisse gibt.

2. Wie wird die Arbeit im Sprint erledigt?

Im zweiten Teil erarbeitet das Entwicklerteam, wie die Items im Detail umgesetzt werden. Dazu werden Tasks definiert. Auch hier steht im Fokus, ein gemeinsames Verständnis im Team zu erlangen, diesmal aber über die technische Umsetzung. Gegebenenfalls entstehen dabei Rückfragen, die mit dem Product Owner geklärt werden. Sind die Tasks fertig definiert, werden die Items mit ihren Unteraufgaben an das Taskboard nach priorisierter Reihenfolge angebracht, und der Sprint kann gestartet werden.

Verfasst von Konstanze Steinhausen am 12. April 2017