HEC Blog: Technik & Methoden
Verfasst von Rico Saßen am 07. März 2018

Ich infor­miere mich gerne über Tech­no­lo­gien und Trends, die in der IT gerade ange­sagt sind. Damit ich nicht jedes Mal umständ­lich u.a. Google als Suche benut­zen muss, habe ich ein paar Anlauf­stel­len, die ich regel­mä­ßig abklap­pere. Hier stelle ich nun eine meiner Anlauf­stel­len vor, die viel­leicht eini­gen noch nicht bekannt ist:

Die Firma ThoughtWorks, die sich inter­na­tio­nal für die Weiter­ent­wick­lung der gesam­ten Soft­wa­re­bran­che einsetzt, stellt seit eini­gen Jahren ein Tech­no­lo­gie Radar auf ihrer Seite zur Verfü­gung. In diesem Radar stellt die Firma öffent­lich vor, welche Tech­no­lo­gie­trends ihrer Meinung nach inter­essant sind und die allge­mein von Inter­esse sein soll­ten. Dabei handelt es sich um rein subjek­tive Meinun­gen eini­ger Senior-Entwick­ler der Firma, die sich diese bei der tägli­chen Arbeit gebil­det haben. Dieses Radar wird unge­fähr alle sechs Monate erneu­ert. Die Tech­no­lo­gien werden in vier Felder aufge­teilt: Tech­ni­ken, Werk­zeuge, Platt­for­men sowie Spra­chen & Frame­works.

In den jewei­li­gen Radars gibt es dann vier Bewer­tungs-Kate­go­rien:

Ich schaue regel­mä­ßig auf dieses Radar um zu sehen, wie die Ansicht von ThoughtWorks ist und welche inter­essan­ten Dinge mir entgan­gen sein soll­ten. Damit dieser Arti­kel nicht zu lang wird, stelle ich hier die jewei­li­gen Tech­no­lo­gien vor, die in Adopt des jewei­li­gen Gebie­tes liegen. Da diese anschei­nend momen­tan die ange­sag­tes­ten Tech­no­lo­gien darstel­len, möchte ich sie beson­ders hervor­he­ben:

Lightweight Architecture Decision Records

Techniken

Hier­bei handelt es sich um eine Metho­dik gewisse Design-Entschei­dun­gen für zukünf­tige Team­mit­glie­der und allge­mein als spätere Über­sicht fest­zu­hal­ten. Dabei werden in einer mini­ma­lis­ti­schen, aber struk­tu­rier­ten Form Entschei­dun­gen im Design der Archi­tek­tur fest­ge­hal­ten. Diese Form bein­hal­tet die Entschei­dun­gen zusam­men mit dem Kontext und den Konse­quen­zen. Da diese dann mit dem Projekt zusam­men im selben Repo­si­tory liegen und unter Versi­ons­kon­trolle stehen, sind sie auch immer synchron zum Entwick­lungs­ver­lauf und spie­geln die Entschei­dun­gen der momen­ta­nen Archi­tek­tur wider.

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Fastlane

Werkzeuge

Fast­lane ist ein Conti­nuous Deli­very System, welches im Mobile Bereich den Prozess des Auslie­ferns unter­stützt. Da es sich u.a. bei Android und iOS Apps um zwei völlig unter­schied­li­che Systeme handelt, gerade was das Auslie­fern angeht, hilft dieses Werk­zeug sehr gut diesen Prozess zu verein­fa­chen.

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Kubernetes

Plattformen

Für ThoughtWorks ist Kuber­ne­tes die Stan­dard­lö­sung für das Contai­ner-Deploy­ment in einem Clus­ter. Es ist gut benutz­bar in größe­ren Cloud­sys­te­men wie z. B. Micro­soft Azure Contai­ner Service und Google Cloud. ThoughtWorks schreibt, dass sie auch einige ihrer Kunden von der Tech­no­lo­gie über­zeu­gen konn­ten und diese zu Kuber­ne­tes konver­tier­ten. Auch bei team neusta habe ich schon oft von Kuber­ne­tes gehört und die Entwick­ler, die ich kenne und sich damit ausein­an­der­set­zen, sind eben­falls über­zeugt.

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Python 3

Sprachen und Frameworks

Python ist eine leicht zu erler­nende Spra­che. ThoughtWorks verwen­det es u.a. beim Maschi­nen­ler­nen und für Weban­wen­dun­gen und ist von der Spra­che und deren Biblio­the­ken sehr über­zeugt. Wer sowieso schon in Python program­miert, sollte ruhig jetzt auf Python 3 umstei­gen. Ich selber kenne Python noch aus der Uni-Zeit und weiß, wie einfach diese Spra­che ist. Vor allem die Biblio­the­ken, die zur Verfü­gung stehen, machen aus Python ein sehr einfa­ches, aber mäch­ti­ges Werk­zeug. Python wird auch oft empfoh­len als Einstieg in die Program­mier­welt. Die Syntax ist über­sicht­lich und gibt eine Forma­tie­rung vor, was der Lesbar­keit dient. Außer­dem kann Python auf allen gängi­gen Betriebs­sys­te­men instal­liert und verwen­det werden.