Ablauf der Sprint Retrospektive

Blog – Technik & Methoden
Verfasst von Konstanze Steinhausen am 16. November 2018

Die Retro­spek­tive ist ein regel­mä­ßi­ger Work­shop, der dazu dient, Ereig­nisse der eige­nen und gemein­schaft­li­chen Arbeit zu reflek­tie­ren. Das Ergeb­nis dieses Meetings soll­ten Maßnah­men zur konti­nu­ier­li­chen Verbes­se­rung des Teamer­fol­ges hervor­brin­gen. Dazu ist eine beglei­tende Mode­ra­tion durch den Scrum Master oder ein Team­mit­glied erfor­der­lich.

Die Retro­spek­tive findet am Ende eines Sprints nach dem Review statt. Je nach Sprint­länge sollte ein Zeit­rah­men von 0,75 – 3 Stun­den einge­hal­ten werden (2 Wochen – Sprint => 1,5 h – Retro­spek­tive).

Die Retro­spek­tive ist ausschließ­lich für das Scrum Team gedacht und kann grund­sätz­lich frei von den Team­mit­glie­dern gestal­tet werden. Nichts, was in dem Meeting bespro­chen wird, verlässt den Raum (Las Vegas Regel). Es besteht keine Vorgabe, wie eine Retro­spek­tive abzu­lau­fen hat – aller­dings hat sich über die Zeit ein Ablauf­schema entwi­ckelt, das dabei helfen kann, eine Struk­tur in die Samm­lung von Ereig­nis­sen und dessen Auswer­tung zu brin­gen. Hier­bei werden fünf Phasen unter­schie­den.

1. Set the Stage

Es soll zunächst eine Atmo­sphäre geschaf­fen werden. Die Team­mit­glie­der sollen akti­viert werden, aktiv, fokus­siert und kommu­ni­ka­tiv mitzu­ar­bei­ten. Auch sollte eine Agenda bereit­ge­hal­ten werden.

2. Gather Data

Es erfolgt die Erhe­bung von posi­ti­ven und nega­ti­ven Ereig­nis­sen. Diese können beispiels­weise auf Team Buil­ding, Konflik­ter­mitt­lun­gen, team­re­le­van­ten Themen oder die Analyse des letz­ten Sprints ausge­rich­tet sein. Ziel ist es, ein allge­mei­nes Verständ­nis von den zu bespre­chen­den Themen zu erhal­ten.

3. Gene­rate Insights

Die erho­be­nen Daten werden inter­pre­tiert und Ursa­chen sowie zu erwar­tende Effekte aufge­deckt/benannt. Daraus entwi­ckelt das Team mögli­che Expe­ri­mente und Verbes­se­rungs­maß­nah­men.

4. Decide what to do

Anschlie­ßend erfolgt die Prio­ri­sie­rungs- und Commit­ment­phase. Es wird zunächst erör­tert, welches die wich­tigs­ten zu ergrei­fen­den Maßnah­men sind. Danach sollte fest­ge­legt werden, wer für was bis wann verant­wort­lich ist.

5. Closing

Zum Schluss soll­ten die gewon­ne­nen Erkennt­nisse noch einmal zusam­men­ge­fasst und doku­men­tiert werden. Wich­tig ist auch, dass die Ergeb­nisse der Retro­spek­tive für alle Team­mit­glie­der zugäng­lich gemacht werden.

Es sollte darauf geach­tet werden, dass das Thema und die Metho­den der Retro­spek­ti­ven sich abwech­seln, um einer drohen­den Mono­to­nie vorzu­beu­gen. Auch sollte man sich im Vorfeld ein Bild über die allge­meine Stim­mung des Teams machen. Eine gute Voraus­set­zung für eine erfolg­rei­che Retro­spek­tive besteht, wenn Vertraue

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