Design Thinking als Person – wie wäre sie wohl so?

Blog – Technik & Methoden
Verfasst von Juliane Plath am 13. September 2018

Wäre Design Thin­king eine Person, würde sie sich gerade mit Sicher­heit sehr geschmei­chelt und begeh­rens­wert fühlen. Eine wach­sende Anzahl von Führungs­kräf­ten – viel­leicht gehö­ren Sie ja auch dazu – beäugt Design Thin­king mehr oder weni­ger schüch­tern, steckt tuschelnd die Köpfe zusam­men und fragt sich, wie sie sich den vermeint­li­chen Heils­brin­ger zu nutze machen kann, damit er auf einen Schlag das zu behan­delnde Problem löst oder die Dienst­leis­tung oder das Produkt entwi­ckelt, das ad hoc zum Verkaufs­schla­ger wird.

Damit ist es aber nicht getan, denn Design Thin­king taugt nicht als Florence Nigh­tin­gale der Probleme von Unter­neh­men, die noch nicht ganz so weit sind, konse­quent aus der Nutzer­per­spek­tive ihre Produkte und Dienst­leis­tun­gen zu entwi­ckeln. Viel­mehr ist Design Thin­king der Anfang eines anstren­gen­den Change-Prozes­ses und nicht weni­ger als ein Mind­set.

Andrea Kuhfuß schreibt in ihrem Beitrag für die Manage Agile, auf der sie auch einen Design Thin­king Work­shop hält, über Lust und Frust am Design Thin­king und räumt auf mit den über­zo­ge­nen Erwar­tun­gen, das nach zwei, drei Work­shop-Tagen die Welt wieder in Ordnung ist, Inno­va­tio­nen von selbst gelin­gen und sich alle wieder hinle­gen können.

Die Manage Agile findet vom 15. bis 19. Okto­ber in Berlin statt. Neben Andrea Kuhfuß ist auch Frank Düsterbeck vor Ort und spricht über Führung in selbstorganisierten Teams.