HEC Blog: Technik & Methoden
Verfasst von Konstanze Wilschewski am 11. September 2018
Scrum Wissen (3)

Ablauf des Sprint Reviews

Das Sprint Review findet am Ende eines Sprints statt. Ziel des Meetings ist es, zusam­men mit den Stake­hol­dern neue Ideen für die weitere Gestal­tung des Produkts zu gewin­nen. Dazu werden in der Regel bei einem vier­wö­chi­gen Sprint ca. vier Stun­den ange­setzt. Bei einem zwei­wö­chi­gen Sprint plant man zwei Stun­den ein.

Der Scrum Master koor­di­niert die Einla­dun­gen zum Review. Dies kann in Zusam­men­ar­beit mit dem Product Owner erfol­gen, denn am Sprint Review können neben den Mitglie­dern des Scrum Teams auch Stake­hol­der teil­neh­men. So können sich diese ein Bild vom aktu­el­len Status des Produkts machen und Feed­back dazu geben.

Der Product Owner und das Entwick­lungs­team stel­len das neue Produk­tin­kre­ment vor. Dazu gehö­ren alle Items, die im letz­ten Sprint komplett umge­setzt wurden und somit den Status „done“ besit­zen. Die Items haben das Quality Gate der Defi­ni­tion of Done durch­schrit­ten und sind auslie­fer­bar. Für die Vorstel­lung des Produk­tin­kre­ments erar­bei­tet das Entwick­lungs­team vorab ein Dreh­buch. Dies enthält die Reihen­folge der vorzu­stel­len­den Items sowie denje­ni­gen, der ein Item vorstellt. Dane­ben werden die benö­tig­ten Testum­ge­bun­gen und Test­da­ten vorbe­rei­tet. Die Funk­tio­na­li­tä­ten werden anhand der Akzep­tanz­kri­te­rien vorge­führt.

Es kann vorkom­men, dass nicht alle Items im Sprint geschafft wurden. Um aus den Grün­den dafür zu lernen, erläu­tert das Entwick­lungs­team entspre­chende Hinder­nisse im Sprint. Dies macht natür­lich auch Sinn, wenn alle Items geschafft wurden. Daraus kann gelernt werden, ob das Produkt so umge­setzt werden kann, wie sich der Product Owner es vorstellt, oder ob weitere oder andere Aufga­ben notwen­dig sind, um das Produkt weiter­zu­ent­wi­ckeln. Das Product Back­log wird dement­spre­chend ange­passt.

Dane­ben kann es sein, dass aus der Präsen­ta­tion des neuen Inkre­ments Ideen entste­hen, die eben­falls im Product Back­log aufge­nom­men werden. Die Produkt­vi­sion kann sich durch neue Erkennt­nisse ändern.

Trotz der sorg­fäl­ti­gen Vorbe­rei­tung und des genauen Ablaufs des Sprint Reviews, sollte dies stets zwang­los und infor­mell ablau­fen. Es unter­stützt die Trans­pa­renz und Kommu­ni­ka­tion zwischen Kunden und Entwick­lern und sorgt für Feed­back zwischen allen Betei­lig­ten. Der Product Owner kann das Back­log verbes­sern, die Stake­hol­der lernen das neue Produkt kennen und die Entwick­ler bekom­men direkte Rück­mel­dung zu ihrer Arbeit und einen Über­blick darüber, wie das Produkt weiter­ent­wi­ckelt werden soll. Jeder Betei­ligte hat somit einen Mecha­nis­mus zur konti­nu­ier­li­chen Anpas­sung der eige­nen Planung.

Alles im Blick

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